2009 - KUNST ZUR ZEIT DES KALTEN KRIEGES


KKK

 

29. April bis 15. November 2009

 

Als Begleitausstellung der ersten grenzüberschreitenden niederösterreichischen Landesausstellung 2009 fand im Schloss Ruegers die Ausstellung 

"KUNST ZUR ZEIT DES KALTEN KRIEGES"
(Kunst und Design 1950-1989 auf beiden Seiten des Eisernen Vorhanges) 

statt.

Lubo Kristek
Lubo Kristek
Reon Argondian
Prof. Fritz Itzinger
Zdena Rehakova
Franz Traunfellner
Franz Traunfellner
Hanno Karlhuber
Hanno Karlhuber
Zdena Rehakova
Ulrich Weiße
Hermann Walenta
Linde Waber
Prof. Erich Steininger
Bohuslav Reynek
Roman Podrazsky
Arnulf Neuwirth
Helmut Maletzke
Jan Kristofori
Lubo Kristek
Josef Kremlacek
Oldrich Bolom-Kotari
Renate Korinek
Karl Korab
Juliana Jirousova
Bohuslav Janovsky
Josef Istler
Gerhard Gutruf
Adolf Frohner
Prof. Ernst Degasperi

Anlässlich des 20. Jubiläums der Grenzöffnung zu den östlichen Nachbarländern zeigte das Schloss Ruegers Kunst und Design aus der Zeit zwischen 1950 – 1989, der Zeit des Eisernen Vorhangs. Die Ausstellung verdeutlichte, dass jenseits der Grenze ein gemeinsamer Kulturraum besteht. 

Namhafte Künstler und Künstlerinnen aus Österreich und Tschechien waren vertreten, die durch die Zeit des Kalten Krieges beeinflusst wurden. Die gezeigten Werke stammten zumeist aus Privatsammlungen und aus den Beständen oder Nachlässen der Künstler.

 

Werke von folgenden österreichischen Künstlern wurden gezeigt:

Prof. Ernst Degasperi, Adolf Frohner, Gerhard Gutruf, Prof. Fritz Itzinger, Hanno Karlhuber, Karl Korab, Renate Korinek, Arnulf Neuwirth, Franz Xaver Ölzant, Otto Staininger, Prof. Erich Steininger, Franz Traunfellner, Linde Waber, Hermann und Edeltraud Walenta

 

Als Ergänzung wurden Werke aus der ehem. DDR (Prof. Helmut Maletzk), aus Ungarn (Zoltán Vén) und aus Westdeutschland (Uli Weiße) gezeigt. Das Design aus dieser Zeit, auf beiden Seiten der Grenze, wurde durch die Firma Lobmeyr dokumentiert und zur Verfügung gestellt. Es wurden nicht nur Kunstwerke von z.B. Pavel Hlava und Jiri Suhajek gezeigt sondern auch Zeichnungen aus dem Lobmeyr Archiv.

 

Von tschechoslowakischer Seite waren einerseits namhafte Künstler und Künstlerinnen vertreten, die ins Ausland emigriert und dort geblieben sind wie Jan Koblasa, Jirí Kolár, Lukas Kandl uvm. , andererseits Künstler, die in „innerer Emigration„ gearbeitet haben, wie Jirí Anderle, Karol Baron, Oldrich Bolom-Kotari ,Vladimir Boudník , Pavel Brázda, Augustin Cech, Viktor Chrenko, Josef Istler, Bohuslav Janovský, Juliana Jirousová, Jiri Kríž, Josef Kremlácek, Jánuš Kubícek, Josef Liesler, Mikuláš Medek, Bohumir Matal, Pavel Navrátil, Ladislav Novak, František Peterka, Roman Podrázský, Bohuslav Reynek, Zdena Šafka Reháková, Pavel Roucka, Otto Stritzko, Karel Svolinský, Josef Váchal, uvm. Einige der Künstler sind wiederum nach der Wende in ihre Heimat zurückgekehrt: Reon Argondian, Jan Kristofori und Lubo Kristek.

 

Außerdem wurden Werke aus der Fotosammlung der PPF Group (Ceska Pojštovna) mit Künstlern wie Josef Sudek (gilt neben Man Ray als weltberühmtester Fotograf der Moderne), Václav Chochola, Johann Fenz, Béla Kolárová, Taras Kušcynskij, Jan Lukas, Emila Medková, Jan Pavlík, Vilém Reichmann, Daniel Reynek, Jaroslav Rössler, Dušan Rouš, Vasil Stanko u.a. gezeigt. Von österreichischer Seite wurden Fotos von Pedro Kramleitner gezeigt. Johann Fenz war mit Aufnahmen des Schloss Ruegers vertreten. Die Sammlung der Schlossherrin zeigte Werke von jeweils einem Künstler beider Seiten des Eisernen Vorhanges.

 

Für die Ausstellung gab es keine stilistischen Vorgaben. Die Künstler wurden nicht nach Kunstrichtung ausgewählt. Entscheidend war der biografische Aspekt.

 

Die Sonderausstellung stand unter der Schirmherrschaft des Landesdirektor des Landesstudios Niederösterreich Prof. Norbert Gollinger, der Botschafterin der Republik Österreich in der Tschechischen Republik I. E. Frau Dr. Margot Klestil-Löffler und des Botschafters der Tschechischen Republik in Österreich S.E. Dr. Jan Koukal statt.

Die Kuratoren

Die Kuratoren v.l.n.r
Schlossherrin Francesca Gräfin Pilati
Mag. art. Hanno Karlhuber
Iveta K. Pavlovicova, Ph. D.